BAD AACHEN 03-2025

4 | BAD AACHEN 03/25 KARLSPREIS Entdecken Sie überraschende Gerichte der gehobenen französischen Küche in warmer, gastlicher Umgebung. Atelier befindet sich direkt im Herzen des Limburger Hügellandes, nur 20 Minuten von Aachen entfernt. Wie Aachen Europa prägt(e) Vom Lesekreis in kleiner Runde zum ältesten und bekanntesten politischen Preis des Landes: BAD AACHEN blickt auf 75 Jahre Karlspreis. DIE ANFÄNGE Unmittelbar nach dem Zweiten Weltkrieg, in einer Zeit, die von materieller Not und zunehmender Orientierungslosigkeit geprägt war, gründete eine kleine Runde Aachener Bürger rund um den Textilkaufmann Dr. Kurt Pfeiffer nach Jahren geistiger Manipulation und Indoktrination einen Lesekreis, die Corona Legentium Aquensis. Mit der finanziellen Unterstützung Pfeiffers konnte die immer mehr an Bedeutung und Einfluss gewinnende Initiative Ausstellungen und Vortragsreihen mit Politikern, Wissenschaftlern und Kulturschaffenden aus ganz Europa durchführen. Zu den Referenten zählten etwa der Philosoph Martin Heidegger, der Nobelpreisträger der Physik Werner Heisenberg, der Schriftsteller Werner Bergengruen und der spätere erste Karlspreisträger Richard Graf Coudenhove-Kalergi. Die Diskussionen in der Corona regten Pfeiffer an, darüber nachzudenken, wie er und seine Freunde aktiv und öffentlichkeitswirksam Einfluss auf das politische Geschehen in Europa gewinnen und an einer friedlichen Gestaltung der Zukunft mitwirken könnten. Am 19. Dezember 1949 nutzte Pfeiffer daher ein Treffen des Lesekreises, FESTAKT & DIALOG DER RELIGIONEN Anlässlich des 75. Jubiläums des Internationalen Karlspreises zu Aachen findet am Samstag, 15. März, um 11.15 Uhr ein Festakt im Rathaus statt. Den Zuschauerinnen und Zuschauern wird ein Rückblick auf mehr als sieben Jahrzehnte europäische Einheit und auf herausragende Persönlichkeiten geboten, die den Preis seit 1950 für ihr Engagement für Frieden, europäische Werte und die europäische Integration erhalten haben. Roberta Metsola, Präsidentin des Europäischen Parlaments, hält die Festrede. Die Veranstaltung schlägt eine Brücke zwischen Vergangenheit und Zukunft: Welches Europa wünschen wir uns für morgen und wie können wir es gemeinsam gestalten? Des Weiteren laden die Europäische Stiftung Aachener Dom und der Internationale Karlspreis am Dienstag, 25. März, um 18 Uhr zum Interreligiösen Dialog mit dem Karlspreisträger 2024, Oberrabbiner Pinchas Goldschmidt, Kardinal Reinhard Marx und einem hochrangigen Vertreter des Islam ein. Eine Veranstaltung, die Brücken schlagen, zum Nachdenken anregen und zeigen möchte, dass Vielfalt keine Bedrohung, sondern eine Bereicherung darstellt. Beide Veranstaltungen finden im Krönungssaal des Aachener Rathauses statt und sind kostenfrei. Die Anmeldung erfolgt per E-Mail an events@karlspreis.de. Weitere Programmpunkte finden Interessierte auf der Webseite des Internationalen Karlspreises zu Aachen. www.karlspreis.de um im heimischen Suermondt-Museum seine Idee der Stiftung eines Aachener Europapreises vorzustellen. Angespornt durch den außerordentlich positiven Widerhall, sowohl in der Presse als auch bei wichtigen Persönlichkeiten, versammelte er binnen kurzer Zeit hohe Repräsentanten aus der Stadtverwaltung, der Technischen Hochschule, der katholischen Kirche, der lokalen Politik und der Wirtschaft zur Proklamation des Karlspreises der Stadt Aachen. Drei Monate nach dem Vortrag Pfeiffers wurde am 14. März 1950 die Gesellschaft für die Verleihung des Internationalen Karlspreises der Stadt Aachen gegründet. Rund 100 wichtige Persönlichkeiten fanden Aufnahme in den Verein, dessen erstes Direktorium aus den zwölf Unterzeichnern der Proklamation bestand. Foto: Stadt Aachen/Sarah Koll

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