Enges Tal und weite Welt

114 Fahnen auf und besorgte einen Sessel für den hohen Gast. Bei seiner Ankunft wurde er vom Pfarrer, dem Bürgermeister und zahlreichen Gemeindemitgliedern empfangen. Die Berichterstattung über den Besuch zog einen Strom von Besuchern nach Kirchsahr.193 Auf eine Stiftung der Bruderschaft gehen die beiden 1684 genannten Seitenaltäre zurück. Nach dem Visitationsprotokoll von 1743 waren sie Maria und Matthias gewidmet. Eine Holzskulptur des Heiligen befand sich noch 1938 in der Kirche. Im Jahre 1753 ließ die Bruderschaft auf ihre Kosten in Münstereifel zwei neue, barocke Seitenaltäre anfertigen.194 Sie waren Maria und Josef geweiht. Der seit 1927 in der Plittersdorfer Kapelle untergebrachte Marienaltar zeigt in seiner von Säulen flankierten Hauptnische eine Marienfigur, die auf einer Weltkugel steht und die Schlange zertritt. Die in der rechten Hand gehaltene Lilie weist die Figur als Darstellung der „Unbefleckten Gottesmutter“ (Immakulata) aus. In der kleinen Nische darüber stand ursprünglich eine weitere Marienfigur. 1927 wurde sie durch die Rochusfigur des zweiten Seitenaltars ausgetauscht. Die Hauptnische wird seit 1933 von Figuren des Hl. Maternus und der Hl. Barbara, den Patronen der Kapelle, flankiert. Die Verkleidung des Altarunterbaus (Antependium) zeigt ein Flachrelief Marias mit dem Jesuskind und nennt mit der Inschrift „MARIA WEBERS DEDIT 1749“ die Stifterin. Der zweite Altar wurde noch 1867 als Josef-Altar erwähnt. Die Holzfigur des Heiligen war noch 1927 in einem Inventar der Pfarrkirche erfasst. 1933 aus der Kirche entfernt, stand der Altar 1938 im Jugendsaal des Pfarrhauses. Später Empfang des Bundespräsidenten Theodor Heuss am 19. 8. 1956 vor der Kirche in Kirchsahr durch den Mitverwalter der Pfarre, Pfarrer i. R. Hubert Eulenich, und den Ortsbürgermeister Josef Bungart Sammlung Josef Zavelberg Relief im Antependium des Altars der Plittersdorfer Kapelle Foto: F.-J. Verscharen (2017)

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