Enges Tal und weite Welt

118 nach den Altargeräten und Paramenten befragt. Die darüber angefertigten Inventare beschreiben einen armseligen Zustand.203 Die Sakristei Bis zum Anbau einer Sakristei im Jahre 1769204 wurden die Paramente und Altargeräte in einem Schrank hinter dem Altar aufbewahrt. Der Anbau wurde aus den Erträgen der Stiftung Simon Assenmachers von 1760 finanziert.205 Nachdem sich eine 1920 vorgenommene Erweiterung gesenkt hatte, entschloss man sich zu einem Neubau, der 1930 einen Terazzoboden erhielt.206 Das Pfarrhaus Ein Pfarrhaus ist seit etwa 1600 belegt. 1679 verkauften Michael und Griet Hutmecher der Pfarrgemeinde ihr Haus zur Einrichtung eines Pfarrhauses. Der Pfarrer wohnte zu dieser Zeit in Effelsberg. Nach einem Brand im Jahre 1743 bewohnte der Pastor ein Bauernhaus auf der linken Seite des Sahrbachs. Erst 1751 wurde es angemessen ausgebaut und galt 1853 als mangelhaft.207 1897 – 1899 entstand in weitgehender Eigenleistung der heutige Bau am Dorfplatz unterhalb der Kirche. Bei der Finanzierung konnte die Gemeinde auf die Ersparnisse zurückgreifen, die die 17 Jahre dauernde Nichtbesetzung der Pfarrerstelle erbracht hatte. Am 1. Mai 1901 konnte es der neue Pfarrer, Peter Alois Ruloff, beziehen. 1903 folgte der Anbau von Stallungen, auf die man 1931 einen Jugendsaal aufsetzte.208 Das alte Pfarrhaus erwarb 1899 Theodor Weber aus Binzenbach auf Abriss, die Stallungen gingen an Johann Paffenholz aus Kirchsahr. 1903 riss man die zum ehemaligen Wittumshof gehörende Scheune ab.209 Der Friedhof Die Gemeinde hatte auch für die Anlage und die Unterhaltung des Friedhofs zu sorgen. 1733 musste sie z. B. die eingestürzte Friedhofsmauer wiederaufbauen.210 Nach dem Tod des Pfarrers Hubert Metzen beschrieb der Dechant von Ahrweiler 1853 das Pfarrhaus: „Etwa 250 Jahre alt, Dachwerk, gewölbte Keller, 10 Zimmer in sehr schlechtem Zustande. Das Haus bildet mit den Stallungen einen geschlossenen Hof, der bis an die Sahrbach reicht, an der Ostseite an Bürgerhäuser anstoßend ist das Haus von 2 Seiten von Gärten umgeben. Eine Scheune liegt getrennt links von der Sahrbach. Das Haus ist dermalen in einem schlechten Zustand. „ Das Pfarrhaus Foto: Peter Welchowski (2018)

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