Enges Tal und weite Welt

13 hatte der Priester, Rechtsgelehrte und Geschichtsschreiber Johann Friedrich Schannat in der Einleitung seiner „Eiflia illustrata“ 6 einen ganz anderen Vergleich angestellt: „Der ganze Landstrich ... ist nicht von gleicher Beschaffenheit. Man könnte die Eifel daher, so wie Arabien, in die glückliche und die wüste Eifel einteilen.“ An den Ufern der sie begrenzenden Flüsse Rhein, Mosel und Roer herrschten milde Temperaturen, und fruchtbare Böden brachten gute Erträge. Das Innere der Eifel charakterisierte er dagegen als „mit dichten Waldungen bedeckt ... größtentheils nur kahle und magere Hügel und Berge, deren Oberfläche die Einwohner dünn abstechen und in Asche verwandeln, um solche als Dünngungsmittel zu verwenden ... Der Sommer ist in diesen Gegenden mehr trocken als heiß, der Winter lange dauernd und streng.“ Von Bonn, Köln und Düsseldorf aus entdeckten Gelehrte und Künstler im frühen 19. Jahrhundert die Eifel. Die sich auch in Deutschland abzeichnende Industrielle Revolution hatte zunächst den Blick der Geologen und Mineralogen auf die Erzlager der Eifel gerichtet und dabei die erdgeschichtliche Vielfalt dieser Landschaft entdeckt. Schon 1795 fand der preußische Naturforscher und Geograph Alexander von Humboldt auf geologischen Reisen seinen Weg von Berlin auch in die Eifel. Einige Jahre später folgte ihm der Begründer der deutschen Geologie, Leopold von Buch. Vom Oberbergamt Bonn kamen der Geheime Bergrat und Professor der Mineralogie und Geologie an der dort neu gegründeten Universität, Johann Jacob Nöggerath (1788 – 1877), sowie der Professor für Bergbaukunde an der Universität Berlin und Johann Friedrich Schannat, geb. am 23.7. 1683 in Luxemburg, gest. am 6.3. 1739 in Heidelberg, Priester, Rechtsgelehrter und Geschichtsschreiber (seit 1722 im Hochstift Fulda, seit 1729 im Erzbistum Mainz), der Erzbischof Johann Moritz Gustav von Manderscheid-Blankenheim holte ihn 1734 an seinen Hof in Prag und beauftragte ihn mit der Geschichte der Grafen von Manderscheid. Hier entstand auch das Manuskript zur „Eiflia illustrata“, die der erste Landrat des Kreises Prüm, Georg Bärsch, zwischen 1824 und 1855 in 3 Bänden herausgab. Friedrich Wilhelm Alexander von Humboldt, geb. am 14.9. 1769 in Berlin, gest. am 6.5. 1859 in Berlin, Naturforscher von Weltgeltung und Mitbegründer der modernen Geographie Gemälde von Joseph Karl Stieler (1843) http://www.avhumboldt.de/?author=12 Cornelius Metten, 1807 – 1809 Bürgermeister der Mairie Barweiler, 1809 – 1812 Kantonsvorsteher im Kanton Ulmen, 1812 – 1814 Bürgermeister (Maire) von Kelberg, 16. 3. 1814 – 27. 7. 1838 Bürgermeister der preußischen Amtsbürgermeisterei im Kreis Adenau.

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