167 den zu dieser Zeit noch lebenden Söhnen zunächst Johann (9.6. 1794 – 5.9. 1870) und Mathias Hubert (12.2. 1821 – 16.6. 1898) das Erbe antraten. Ihr am 23. Februar 1823 geborener Bruder Peter starb jedenfalls am 1. Juli 1903 als Inhaber des Hofs. Um 1878 kam es zu einer Aufteilung des Anwesens zwischen den Familien Zavelberg und Löhndorf. Uta und Ernst-Otto Engelhardt erwarben das Burghaus 1974, seit 1979 gehört die Burg Helmut G. Schmidt.325 Das Burghaus von Burgsahr Das Burghaus ist ein schlichter, zweigeschossiger Bruchsteinbau von fünf Achsen mit hohem Walmdach aus dem 17./18. Jahrhundert. In der Mitte der Hofseite ragt ein Aufzug heraus, der von einer welschen Haube bedeckt ist. Die seitlich der Burg stehenden Wirtschaftsgebäude waren aus Bruchsteinfundamenten mit Lehmfachwerk ausgeführt. In einem Stallgebäude fand sich an einem Dachbalken die Jahreszahl 1622. Östlich des Burghauses wurden 1934 Fundamente gefunden, die möglicherweise zu einem Backhaus gehörten. Mit Sicherheit hat der heutige Bau eine ältere Burganlage abgelöst. Der 1463 erstmals bezeugte Sitz der Blankarts im kurkölnischen Landtag 326 setzte den Besitz eines landtagsfähigen Guts voraus. Als solches galt bis zum Ende des alten Reichs Burgsahr, das die Familie 1448 erworben hatte. Ausdrücklich genannt wird ein adeliges Hofgut erstmals 1587 im Zusammenhang mit der Erhebung Burgsahr (vor 1938), von den beiden Wirtschaftsgebäuden steht heute nur noch das linke. Familie Frings, Burgsahr Das Burghaus in der Tranchotkarte von 1809 mit den beiden Scheunenflügeln und dem Garten; rechts die beiden Mühlen (links die Ölmühle, rechts die Kornmühle). Burgsahr, Burghaus 1. Familie Zavelberg 2. Familie Löhndorf Lageskizze von 1905: Pfarrarchiv Kirchsahr, Nr. 43, S. 264.
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