Enges Tal und weite Welt

168 einer Landessteuer.327 Es wird als „festes Haus“ angelegt worden sein. Darunter versteht die Burgenkunde eine wehrhafte Wohnanlage, die oft ohne Umfassungsmauern, gelegentlich sogar ohne Graben angelegt wurde. Auch die neue Burg scheint kaum befestigt gewesen zu sein. Die genaue Lage der ersten Burg ist nicht bekannt. Sie kann an gleicher Stelle errichtet worden sein; die Suche nach ihrem Standort sollte auch den Alten Berg auf der anderen Talseite nicht außer Acht lassen. Hier finden sich noch heute die Flurbezeichnungen „Burgeck“ und „Hinterste Burg“. Die Erbteilungen der Familien Zavelberg und Löhndorf ließen die Besitzer in den folgenden Generationen allmählich verarmen und die Burg in einen schlechten baulichen Zustand geraten. Erst die beiden letzten Eigentümer Engelhardt und Schmidt haben die Burg seit 1974 durch gründliche Restaurierungsarbeiten vor dem Untergang gerettet und sie in ihrem alten Erscheinungsbild wieder entstehen lassen. Die nachfolgenden Übersichten, die keine vollständigen Genealogien darstellen können, zeigen in etwa den Verlauf der Besitzwechsel durch Vererbung und Verkauf.328 Die vermutlichen Besitzer Burgsahrs sind darin durch Schattierung hervorgehoben. Anna Zavelberg (Burg Ann, die das Burghaus bis in die 50er Jahre bewohnte) Familie Frings, Burgsahr Das Burghaus heute Foto: F.-J. Verscharen (2013)

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