21 Kelten – Germanen15 Der Übergang von der Bronze- zur Eisenzeit vollzog sich im Gebiet der Ahr im Verlauf der „Hunsrück–Eifel–Kultur“. Sie erstreckte sich über den Zeitraum von etwa 600 bis 250 v. Chr. und prägte die Kultur im Gebiet von Rheinhessen bis zur Kölner Bucht und von Luxemburg bis zur unteren Lahn. Von Westen eingewanderte Volksgruppen führten die Eisenproduktion ein und prägten fortan Kultur und Kunststil. Ihre deutlichste Ausprägung hat diese Kultur in Österreich und der Schweiz gefunden. Die wichtigsten Fundorte bei Hallstatt im Salzkammergut und La Tène am Neuburger See gaben den Epochen ihre Namen. Die Hallstattzeit (etwa 750 – 450 v. Chr.) kennzeichnet den Beginn der Eisenzeit, ihr folgte die Latènezeit (etwa 450 v. Chr. – um das Jahr 0). In engem Kontakt zur Welt der Griechen und Etrusker konnten Eisenverarbeitung und Keramikproduktion im nordwestlichen Ungarn, der südwestlichen Slowakei, in Tschechien, Süddeutschland, Österreich, in der Schweiz und in Ostfrankreich ein hohes Niveau erreichen. Grabbeigaben geben Zeugnis von einer, mit Luxusgütern reich ausgestatteten Oberschicht. Anfangs noch aus dem Mittelmeerraum importiert, gingen sie mehr und mehr aus eigener Produktion hervor. Die Hallstattkultur hat die Eifel nur am Rande berührt. Die Ältere Hunsrück-Eifel-Kultur (etwa 600 – 470 v. Chr.) zeigt Rekonstruktionen keltischer Bauernhäuser in Thalmässing-Landersdorf Fotos: Elke Stute-Verscharen Siedlungsgebiete der Kelten nach: Karl Udo Gerth, Köln
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