22 aber durchaus Einflüsse der Späthallstattzeit. Erst aus der Latènezeit, deren frühe Phase sich etwa mit der Jüngeren Hunsrück-Eifel-Kultur (470 – 250 v. Chr.) deckt, sind im benachbarten Neuwieder Becken, in der Pellenz, im Maifeld und an der Untermosel mit reichen Beigaben ausgestattete Fürstengräber gefunden worden. Die jetzt übliche Bestattung in Grabhügeln anstelle einer Brandbestattung ist auch im Gebiet des Kreises Neuenahr-Ahrweiler festzustellen. Die Grabhügel liegen jedoch nicht allein und sind wesentlich einfacher ausgestattet. Solche Gräberfelder hat man bei Barweiler, Gelsdorf, Niederbreisig, Sinzig und Koisdorf gefunden. Bodenfunde aus vorrömischer Zeit sind im Kreisgebiet selten und spärlich, nur die Reste von Erdbefestigungsanlagen sind als letzte Spuren überliefert. Auf Bergkuppen errichtete Ringwälle wurden im Kreisgebiet am Scheidskopf bei Remagen, im Ahrweiler Stadtwald (Alte Mauer), bei Hoffeld, Reifferscheidt, Senscheidt und schließlich auf der Grenze Houverath/Kirchsahr am Hochthürmen ausgemacht. Abschnittswälle auf Bergspornen sind oberhalb der Burg Rheineck (Reutersley), bei Brohl (Auf der Dickt), bei Bad Breisig (Auf dem Hahn) und bei Herschbroich (Alte Burg) erkennbar. Der Jüngeren Hunsrück-Eifel-Kultur gehört der Grindelsgraben nahe der westlichen Gemarkungsgrenze der Gemeinde Lind an.16 Mit einem vorgelegten Graben Der Grindesgraben bei Plittersdorf von Winnen ausgesehen. Das Ende des Regenbogens kennzeichnet seine Lage. Foto: F.-J. Verscharen (13.6. 2013) Reste des Grindelsgrabens bei Plittersdorf Foto: F.-J. Verscharen (2011)
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