222 die Belastungen durch Kriegssteuern, Schanzarbeiten und Festungsbau, Heereslieferungen, Fuhren, Unterbringung und Verpflegung der Soldaten und Pferde. Kurkölnische Soldaten im 18. und 19. Jahrhundert390 Arme Bauern – Reiches Land Das Sahrbachtal galt stets als besonders arm. Nach den Visitationsberichten lebten 1743 mit 30 Familien annähernd drei Viertel der Pfarrangehörigen am Rande des Existenzminimums. Erste Nachrichten über die im Sahrbachtal herrschenden Lebensbedingungen stammen aus den beiden letzten Jahrzehnten des 16. Jahrhunderts. Sie sind mit den Landesbeschreibungen (Deskriptionen) überliefert worden, die im Kurfürstentum seit den 1580er Jahren allgemeine Verbreitung fanden. Neue Steuern – höhere Steuern Die Erfassung aller Hofstellen, Gärten, Äcker, Wiesen, Weingärten und sonstigen Erträge in allen Ämtern, Unterherrschaften und Städten des Erzstifts sollte als Grundlage Verteilung des Grundbesitzes im Erzstift Köln 1669 Eigentümer Fläche (Morgen) Anteil (in %) Kurfürst 5030,75 1,5 Domkapitel 7570,75 2,2 Klöster/Stifte 90758,00 26,1 Adel (Höfe) 59875,75 17,0 Adel (Grundbesitz) 32516,00 9,3 Städte/Bürger 21122,00 6,1 Bauern 131119,00 37,7 gesamt 347992,25 99,9 Kurkölnische Soldaten und Offiziere, von links: Hellebardier (Max Heinrich, 1650 – 1688), Fähnrich (Josef Clemens, 1688 – 1723), Grenadier, Grenadier der Landmiliz und Offizier zu Pferd (Clemens August, 1723 – 1761), Hatschier (Max Friedrich, 1761 – 1784) H.G. v. Gottberg, Die kurkölnische Armee im 18. Jahrhundert.
RkJQdWJsaXNoZXIy MTM5Mjg=