Enges Tal und weite Welt

23 war er in Ost-West-Richtung zur Sicherung der kleinen, nach Norden gerichteten Höhenzunge angelegt. Beim Bau der K 29 nach Plittersdorf wurde er stark zerstört. Rechts oberhalb des Anfahrtspunktes 5507-010 für Rettungsfahrzeuge sind Wall und Graben noch deutlich erkennbar. Südlich davon wurden 1925 am Schwanert Grabhügel entdeckt. Eine dauerhafte Besiedlung der Ahrregion wird man erst im letzten vorchristlichen Jahrhundert annehmen können. Träger dieser Kultur war eine in verschiedene Stämme gegliederte Volksgruppe mit ausgeprägter Kultur und hochentwickelter sozialer Struktur, die in Mitteleuropa von Oberitalien bis zum nördlichen Rand der deutschen Mittelgebirge einerseits und von Nordspanien, Frankreich und Südostengland im Westen bis nach bis Westungarn, Slowenien und Nordkroatien im Osten andererseits siedelten. Griechen und Römer nahmen Übereinstimmungen in Sprache, Kultur, Gebräuchen und Glaubensvorstellungen wahr. Mittelpunkte ihrer Stammesgebiete bildeten befestigte Siedlungen in Höhenlage (oppida), die Sitze ihrer Fürsten und zugleich Zentren eines hoch entwickelten Handwerks waren. Der griechische Geschichtsschreiber Herodot (490/480 v. Chr. – 430/420 v. Chr.) nannte sie Keltoi. So scheinen sich die Volksstämme vom Hinterland der griechischen Siedlung Marseilles bis zum Quellgebiet der Donau selbst genannt zu haben. Eine andere Bezeichnung war Gallier und Galater. Die Bedeutung der Namen ist noch nicht eindeutig geklärt, entspricht aber etwa den Begriffen „die Tapferen“, „die Edlen“. Griechen und nach ihnen die Römer übertrugen die Bezeichnung Kelten schließlich auf weitere Stämme und Völker, die sie als zusammengehörend betrachteten. In Wales, Schottland, Irland und in der Bretagne sind in der einheimischen Sprache Reste keltischer Siedlungsgebiete germanischer Stämme am Rhein um 50 v. Chr. Grafik: F.-J. Verscharen

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