263 Die Geologie des Sahrbachtals477 Die geologischen Grundlagen der Eifel lassen sich bis ins Erdzeitalter des Devon zurückverfolgen. Das Devon ist der Zeitraum, der sich von etwa 419 bis 360 Millionen Jahren vor unserer Zeit erstreckte. Damals herrschte weltweit ein warmes und trockenes Klima, mit geringeren Temperaturunterschieden zwischen den Polargebieten und den Äquatorregionen. Das Gebiet des heutigen Rheinischen Schiefergebirges bedeckte ein großes Flachmeer. Ein flacher Uferbereich verlief etwa südlich einer Linie Aachen-Düsseldorf. Von dem nördlich angrenzenden Kontinent wurden im Verlauf von fast 60 Millionen Jahren Gesteine abgetragen, die sich in dem Meer als Sedimente ablagerten. Dabei bildete sich in den flachen Küstenbereichen am Boden das typische Wellenrelief heraus. Die Ablagerungen verfestigten sich zu teilweise 10 km mächtigen Gesteinsschichten (Grauwacke, Sandstein, Tonschiefer, Quarzstein). Im nachfolgenden Erdzeitalter des Karbon (ca. 360 bis 290 Millionen Jahre) hoben sich die Gesteinsschichten zu einem hohen Faltengebirge, dem Variskischen Gebirge. Es erstreckte sich vom Massiv Central in der Mitte Südfrankreichs über die deutschen Mittelgebirge bis zu den Sudeten. Die Hebungen und Dehnungen der Erdkruste ließen an den Bruchflächen Spalten entstehen, in die unter hohem Druck stehende, etwa 100°C – 175°C heiße, wässerige Lösungen aufstiegen. Diese „hydrothermalen Lösungen“ hatten auf ihrem Das Rheinische Schiefergebirge Grafik: Wikipedia: bdk Bodenrelief des devonischen Flachmeeres auf dem Stein am Wanderparkplatz Binzenbach Foto: F.-J. Verscharen (2014)
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