275 Paulaschacht auf 210 m abteufen. Zwei ältere Schächte wurden zur Wetterführung genutzt. Von der 200-m-Sohle trieb man die Willerscheider Strecke auf eine Länge von 1.100 m als Verbindung zur Grube Glücksthal voran. 1937 beschäftigte das Bergwerk 85 Arbeiter und fünf Angestellte. Unter ihnen waren seit Jahresbeginn elf Bergleute und zwei Angestellte der Grube Hürnigskopf. Gearbeitet wurde in drei Schichten, für die ein Hauer 1938 5,40 bis 6,90 Reichsmark erhielt. 1943 stellte man auch auf Kappertshardt den Betrieb ein.499 Das Grubenfeld Sahrsegen (Saarsegen) Als sich die Hüttenbesitzer Mathias Pierath aus Hellenthal und Johann Peter Axmacher aus Blumenthal bei Hellenthal 1827 um eine Konzession für das östlich an die Grubenfelder Glücksthal und Hochthürmen angrenzende Feld Sahrsegen bemühten, fand der Vertreter des Bergamts Düren bei einer Begehung in der Nähe Burgsahrs alte Halden und mit Abraum verschüttete Schächte und Stollen (Alter Mann), was auf bergbauliche Tätigkeit zumindest im 18. Jahrhundert schließen ließ. Pierath und Axmacher ließen seit 1827 zunächst auf dem Gebiet der Gemeinde Lind nach Blei- und Kupfererzen graben und teuften zugleich etwa 250 m östlich des Burghauses in einem alten Pingenzug einen 14 Lachter (28 m) tiefen Schacht ab. Nach einem Wassereinbruch ließen sie in 26 m Tiefe zwei bis zu 60 m lange Strecken in entgegengesetzter Richtung vortreiben. Immer wieder stießen sie dabei auf einen Alten Mann. Ein von der Bergseite unter den Schacht vorangetriebener Stollen sollte der Ableitung des Wassers dienen. Die Arbeiten scheinen aber 1829 ergebnislos aufgeben worden zu sein.500 Erst 1855 unternahm der Gutsbesitzer Wilhelm Beicken aus Selbeck bei Kettwig/Ruhr einen erneuten Versuch im Grubenfeld Sahrsegen. Er ließ auf der Südseite des Sahrbaches im Käsbachtal nördlich der Gemarkung Sahrbusch, einen Stollen in den Berg treiben. Das Bergwerk lag bereits auf dem Gebiet der Gemeinde Lind. An der Stelle treffen drei Bachtäler zusammen, die den Namen Dreiseifen führen. Schon nach zwei Jahren scheint man den Betrieb eingestellt zu haben. Nach einem Eintrag der Schulchronik der Gemeinde Lind501 Grenzstein der Grubenfelder Glücksthal und Sahrsegen am Feuerwehrhaus Binzenbach Foto: F.-J. Verscharen (2013) Lachtermarke in der Grube Silberbusch von 1729, die den Stand des Stollenvortriebs im Silberbusch anzeigt Foto: Volker Reppke (2019)
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