Enges Tal und weite Welt

29 Neuss miteinander verband. Sie überschritt bei Hürth den westlich zwischen Köln und Bonn gelegenen flachen Höhenzug der Ville, deren Name auf das ahd. fil (flach, ausbreiten) zurückgeht. In Billig (vicus Belgica) traf sie mit den aus Bonn und Zülpich kommenden Straßen zusammen und führte von hier weiter durch das Erfttal in die mit Eichen bewaldeten Hochflächen hinauf. Die Straße TrierKöln gehörte zu einem System von Fernstraßen, das Agrippa in seiner zweiten Statthalterschaft seit 20 v. Chr. unter Nutzung alter keltischer Handelswege in Gallien anlegen ließ. Die Römer rechneten die Eifel zu den westlich angrenzenden Ardennen. Sie nannten das Gebiet Ardenner Wald (silva Arduana, von kelt. Arduenna = Hochland). Schnitt durch die Römerstraße bei Dahlem Foto: F.-J. Verscharen, 2014 Römerstraßen in der Eifel

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