30 Die Unterscheidung der beiden ähnlichen Landschaften erfolgte erst seit dem frühen Mittelalter durch die ahd. Bezeichnung für Eiche (aik/ eih/eich). Erst in karolingischer Zeit bezeichnete der Name (762: pago Efflinse, 838, 846: pago Eifla) das Quellgebiet von Ahr, Erft, Kyll und Urft. Der Eifelgau umfasste also zunächst nur die nördlichen und nordöstlichen Ausläufer der Eifel. Bis 1051 war der Namen (Eiffila) auf die gesamte Landschaft übergegangen. Die Tabula Peuteringiana (Peutinger-Tafel) Das voll ausgebildete römische Straßennetz zeigt die sogenannte Peutinger-Tafel. Das Original der römischen Straßenkarte stammt aus der zweiten Hälfte des vierten Jahrhunderts. Überliefert ist sie aber nur in Form einer Kopie des 12. Jahrhunderts. 1507 in einer süddeutschen Klosterbibliothek entdeckt, gelangte sie in den Besitz des Augsburger Gelehrten Konrad Peutinger. 1598 erschien sie in einem Nachdruck. Die auf einer Rolle aufgewickelte Karte zeigt die Staatsstraßen des römischen Weltreichs und die Verbindungslinien für den Fernhandel. Gedacht war sie für das Militär, Beamte und Boten, diente aber auch Fernhändlern, Handwerkern und Reisenden. Im Mittelpunkt der Darstellung stehen daher, ohne Rücksicht auf eine korrekte Wiedergabe der topographischen Gegebenheiten, die Straßen, Kreuzungen, Etappenorte und die zwischen ihnen liegenden Wegstrecken. Die etwa sieben Meter lange Karte zeigt etwa 200.000 km Straßen, über 500 Siedlungen und über 3000 Bauwerke. Der Ausschnitt reicht in seinem oberen Teil (links) von Nimwegen (Noviomagus), Xanten (Colonia Ulpia Traiana), Birten (Veteribus), Duisburg (Asciburgium) und Neuss (Novesio) über das mit einem roten Pfeil gekennzeichnete Köln (Agripina) und Bonn (Bonnae) weiter nach Remagen (Rigomagus) und Andernach (Antunnaco) bis zur Moselmündung bei Koblenz (Confluentes) und darüber hinaus nach Boppard (Bantobrice), Oberwesel (Vosavia) und Bingen (Binginum). An der Mosel (Fluvius Musalla) liegen die Städte Trier (Augusta Treveorum) und Metz (Matricorum). Von Trier führte die Römerstraße einerseits durch die Eifel über Bitburg (Beda), Büdesheim-Oos (Ausava), Jünkerath (Icoricum) und Nettersheim/Marmagen (Marcomagus) nach Köln; in der anderen Richtung über Marmagen (Noviomagus) durch den Hunsrück nach Belgium (bei Morbach-Hinzerath), Kirchberg/Hunsrück (Dumnissus) und Bingen an den Rhein. Die Bildmitte zeigt im Quellbereich der Maas (Fluvius Mosalla) Neufchâteau (Noviomagus) und Toul (Tullio). K. Miller, Tabula Peutingeriana - Die Peutingersche Tafel. Faksimileausgabe 1887/1888.
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