332 Die Eifel bleibt das Armenhaus Preußens Die mit der Übernahme der Rheinlande durch Preußen verbundenen Hoffnungen erfüllten sich für die Eifel nur in sehr bescheidenem Maße. Sie blieb das Armenhaus des zur Industrie- und Großmacht aufsteigenden Preußens. Heute mehren sich die Anzeichen dafür, dass die nach 1815 anhaltende Rückständigkeit von den neuen Herren durchaus gewollt war. Der preußische Generalstab sah die linksrheinischen Erwerbungen als Aufmarsch- und Rückzugsgebiet sowie als Pufferzone gegen Frankreich. Graf Helmuth Karl Bernhard von Moltke hatte schon 1841 die Grundannahme preußischer Militärpolitik im Westen formuliert: „Wenn auch zunächst Friede bleibt, so wird Helmuth Karl Bernhard Graf von Moltke, geb. am 26.10. 1800 in Parchim, gest. am 24.4. 1891 in Berlin, seit 1822 Offizier der preußischen Armee, seit 1833 beim Großen Generalstab, 1836 – 1839 Instrukteur der türkischen Truppen, 1846 – 1848 erster Generalstabsoffizier in Koblenz, 1857 – 1888 Generalfeldmarschall und Chef des Generalstabs (seit der Reichsgründung von 1871 zugleich Chef des Großen Generalstabs Alfred Graf von Schlieffen, geb. am 28.2. 1833 in Berlin, gest. am 4.1. 1913 in Berlin, seit 1854 Offizier der preußischen Armee, seit 1863 Mitglied des preußischen Generalstabs, seit 1884 Abteilungschef im Großen Generalstabs, seit 1904 Generalquartiermeister, 1891 – 1906 Chef des Großen Generalstabs) Der Schlieffenplan Grafik: Wikipedia, Furfur Helmuth Johannes Ludwig Graf von Moltke, geb. am 25.5. 1848 in Gernsdorf, gest. am 18.6. 1916 in Berlin, seit 1880 Mitglied des Großen Generalstabs, 1904 Generalquartiermeister, 1906 – 1914 Chef des Großen Generalstabs
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