Enges Tal und weite Welt

36 Der Hochthürmen28 Deutliche Spuren römischer Besiedlung zeigen sich auch beim westlichen Ausgang des Tales. Auf dem 499,9 m über N. N. aufragenden Basaltgipfel des Hochthürmen sind noch heute die Reste einer offensichtlich doppelten, als Trockenmauer angelegten Steinsetzung zu erkennen. Sie bilden eine begehbare Innenfläche etwa 30 x 28 Metern Seitenlänge. Die nach außen zusammengestürzten Basaltsäulen und Basaltblöcke bedecken eine Fläche von etwa 50 x 50 Metern, die sich nach Westen in eine 30 Meter lange Rampe fortsetzt. Münz- und Keramikfunde des 2./3. Jahrhunderts im Bereich der Anlage sowie der Fund von Schuhsohlennägeln römischer Stiefel, von Geschossspitzen, Kettengliedern und von Beschlägen landwirtschaftlicher Geräte sind Hinweise auf eine Nutzung in römischer Zeit. Große, bis 10 cm lange Eisennägel lassen den Schluss zu, dass Mauer und Steinschüttungen den Sockel einer hölzernen H. G. Horn, Die Römer in Nordrhein-Westfalen. S. 336-337. Reste der römischen Anlage auf dem Hochthürmen Foto: Freundeskreis Sahrbachtal, 2015.

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