367 beiden Linien Vischel und Gymnich. Von den Gymnich zu Vischel gelangte die Burg 1737 an die Gymnich zu Gymnich. Dieser Zweig starb 1806 mit Clemens August von Gymnich in männlicher Linie aus. Über seine Schwester, die Äbtissin Johann Maria, gelangte Vischel 1825 an die Grafen Wolff-Metternich zur Gracht. Nach dem Tod Graf Dietrichs folgte 1902 dessen Schwester Vilmar, die mit dem einer Hugenottenfamiie entstammenden Franz Xaver Vicomte de Maistre verheiratet war. Sie setzte 1920 ihren damals noch ungeborenen Enkel, Jörg Freiherr Holzschuher von Harrlach (geb. 10.3. 1934 in Artelshofen), als Nacherben ein. Nach dem Tod seiner Mutter trat er 1968 in das Erbe ein. Er starb am 15.5. 2002. Ihm folgte sein Sohn Wolf. Die Holzschuher von Harrlach sind eine der ältesten, seit 1228 nachweisbaren Patrizierfamilien der ehemaligen Reichsstadt Nürnberg. Heute scheint das Tal sehr abgelegen. In älterer Zeit verlief hier aber einer der wichtigsten Verbindungswege zwischen der Ahr und der Rheinebene. Mehrere aufgegebene Siedlungsstellen zeugen von der längst vergangenen, intensiveren Erschließung dieses Gebietes. So wurden 1968 westlich des Vischelbaches unterhalb der Brücke, die den Bach am Zusammenfluss von Vischel- und Eisbach überquert, Reste einer kleinen Siedlung gefunden. Im unteren Vischeltal wurden bisher aber keine römischen Spuren gefunden. Tungenburg624 An einer Verzweigung mehrerer Forstwege 900 m südlich von Vischel und etwa 500 m westlich des Vischelbachs gibt das wellige Gelände einer Wiese letzte Hinweise auf den um 1860 wüst gewordenen Rittersitz Tungenburg. Die Unebenheiten stammen von den eingestürzten Kellern einer in der TranchotKarte von 1809 als großer, vierseitiger Hofkomplex ausgewiesenen Anlage. Ihre Zufahrt befand sich auf der Südost-Seite. Die Katasterkarten der Jahre 1825 und 1860 zeigen dagegen drei Gebäude um einen Hofplatz, der heute noch durch eine Linde gekennzeichnet ist. Seine Besitzgeschichte entspricht der von Vischel. Als ehemaliges Lehen des Klosters Prüm kam es an die Grafen von Are und ging 1180 in den Besitz des Erzbistums Vischel, Springhof und Tungenburg Die topografische Karte von Altenahr aus dem Jahre 1932 zeigt die zur Burg Vischel gehörenden, im 19. Jahrhundert aufgegebene Siedlungen Tungenburg und Springhof. Auch die Lage der Springmühle ist am Verlauf der Mühlgräben noch deutlich zu erkennen. Topographische Karte Blatt 5407 (Altenahr), 1932.
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