60 oder Präbenden aufgeteilt sein, die dem einzelnen Kanoniker einen ausreichenden Lebensunterhalt garantierten. Mit der Übertragung eines Teils seines Eigentums war es einer adeligen Familie möglich, eine solche Pfründe zur Versorgung ihrer zweitgeborenen Söhne oder Töchter einzurichten. Damit wurden die Stifte die vom Adel bevorzugte Form geistlichen Zusammenlebens. Seit dem 14. Jahrhundert stand das Stift allen Ständen offen. In Münstereifel sahen die Statuten bis zu 30 Pfründen vor, von denen aber seit dem 15. Jahrhundert nur etwa 20 bis 22 besetzt waren.61 Wurde eine Pfründe in einem ungeraden Monat frei, stand dem Herzog von Jülich und nicht dem Kapitel das Recht der Wiederbesetzung (Kollation) zu. Romanisches Haus in Münstereifel (1167) Foto: F.-J. Verscharen (2014) Rekonstruktionszeichnung des Hauses eines Aschaffenburger Stiftsherrn A. Grimm, Aschaffenburger Häuserbuch II. Altstadt zwischen Dalbergstraße und Schloß, Mainufer - Mainbrücke - Löherstraße. Veröffentl. d. Gesch.- u. Kunstver. Aschaffenburg 34 (1991) S. 47 Abb. 2.
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