Enges Tal und weite Welt

68 Bäuerlicher Alltag im Mittelalter Miniaturen aus einem verm. im Auftrag eines Kölner Bürgers angefertigten Kalendarium (Anfang/Mitte 14. Jh.) 86 Januar: Das Jahr wird mit einem Festmahl begonnen. Februar: Ein alter Bauer wärmt sich an einem Feuer. März: Ein Winzer beschneidet die Weinreben. April: Ein Bauer gräbt mit seinem eisenbeschlagenen Holzspaten die Erde um. Mai: Eine Bäuerin nimmt die Eier aus dem Nest einer Ente oder eines Huhns. Juni: Ein Bauer lädt Baumstämme auf einen Rungenwagen. Juli: Ein Bauer, der sich mit einem Strohhut vor der Sommersonne schützt, wirft mit einer zweizinkigen Holzgabel Heu zu einem Heuhaufen auf. August: Ein Schnitter führt in seiner rechten Hand eine Kniesense zum Schneiden des reifen Korns, das er mit einem Mahdhaken in seiner linken Hand zu Ährenbüscheln zusammenfasst. September: Ein Winzer mit hochgeschürzten Gewand kippt die Reben in einen Bottich und zertritt sie mit den Füßen.

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