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ACHEN
11/17
KARNEVAL
Talentsuche
mit Mehrwert
Alaaf 4.0: Der neue Wettbewerb, den AKV und NetAachen gemeinsam auf den Weg bringen und mit 4000
Euro dotieren, zielt darauf ab, einen Internet-Pool der Ideen entstehen zu lassen. Karneval ganz futuristisch.
V
or mehreren Hundert Aachenern das eigene Talent zur Schau
stellen und eine der wichtigsten Sitzungen der Session mit-
gestalten: Das ist der Preis, den Teilnehmer am neuen Wettbewerb
Alaaf 4.0
von AKV und NetAachen gewinnen können. Aber nicht
nur. „Wir haben gemeinsam 4000 Euro ausgelobt, um Menschen,
die sonst vielleicht nicht in die breite Öffentlichkeit treten würden,
einen Anreiz zu bieten, es doch zu tun – und dabei ihr Bestes zu
geben“, sagt NetAachen-Geschäftsführer Andreas Schneider.
Gemeinsam mit Dr. Werner Pfeil, dem Präsidenten des Aachener
Karnevalsvereins (AKV), erläutert er die Intention dahinter: „Wir
erhoffen uns, dass sich im Teilnehmerpool viele innovative Ideen
finden, die dem Aachener Karneval neue Impulse geben. Darum
richtet sich der Wettbewerb explizit an jeden, der meint, mit seinem
Talent anderen eine Freude machen zu können, nicht nur an Künst-
ler, die ohnehin schon in eine jecke Richtung denken.“
Rolf Gerrards, der den stolzen Titel
Innovationsscout
trägt und die
Wettbewerbskoordination übernimmt, hält bereits im Alltag die
Augen offen auf der Suche nach Anwärtern: „Da gibt es einen Künst-
ler, der live zeichnet und dazu spontan Geschichten erzählt. Dem
habe ich ans Herz gelegt, unbedingt mitzumachen.“ Genau das ist
laut Schneider Teil des Ansatzes: „Da draußen schlummert so viel
Potenzial, das vielleicht unentdeckt bleiben würde, weil die Akteure
denken, das habe nichts mit Karneval zu tun, weil so etwas bisher
noch nie auf einer Sitzung zu sehen war. Daher ist ausdrücklich
erwünscht, dass Leute ihnen bekannte Künstler aller erdenklichen
Richtungen dazu ermutigen, bei
Alaaf 4.0
mitzumachen.“
Highlight der Prinzenproklamation
Die Teilnahme erfolgt aber nicht über eine herkömmliche Bewer-
bung, sondern wird dem Titel mit Bezug auf virtuelle Welten
gerecht. Dr. Werner Pfeil erklärt, wie’s geht: „In einem maximal
zweieinhalb Minuten langen Video stellt der Solist, das Duo, die
Gruppe die Darbietung vor. Das kann alles sein: Comedy, Tanz, Per-
formance oder auch etwas, woran wir jetzt noch gar nicht denken.
Es sollte nur noch nicht auf Karnevalsbühnen zu sehen gewesen
sein.“ Danach wird’s spannend: Kurz vor Weihnachten erfährt der
Gewinner, ob er seine Nummer vor ganz großem Publikum präsen-
tieren darf. „Der Siegeract wird Teil des Programms der Prinzen-
proklamation am Samstag, 6. Januar. Den Abend sollte jeder also
unbedingt freihalten“, rät Pfeil. Andreas Schneider ergänzt: „Aber
der breiten Masse werden alle Teilnehmer bekannt, und das ist der
Clou an dem Wettbewerb: Nachdem wir bei der Proklamation das
Geheimnis lüften, wer gesiegt hat, sind die Bewerbervideos auf
einem eigens entstehenden Portal zu sehen.“ Auch für Vereine, die
auf der Suche nach Talenten für ihre Sitzungen sind. Und da schließt
sich der Kreis: Der virtuelle
Alaaf 4.0
-Pool bringt im realen Leben
frischen Wind auf Aachens jecke Bühnen.
pak
Teilnahmeschluss für den Wettbewerb Alaaf 4.0 ist am Sonntag,
10. Dezember. Bis dahin muss das Video per E-Mail an
alaaf@akv.degesendet werden. Alle Infos unter
www.akv.deund
www.alaaf40.de.Gespannte Jury: Andreas Schneider (l.) und das Team des AKV.
Foto: NetAachen