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Spielbank Aachen
im
Tivoli!
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SPORT
Aufstehen &
gewinnen
Ambitionen sind der Motor im Leben von Christian Kukuk. Im Springsattel will er nach oben.
2016 bangte Aachen, als er sich bei einem Sturz schwer verletzte – nun tritt er erneut an…
F
ußball war eigentlich von Kindesbeinen an Leidenschaft und
Lieblingssport von Christian Kukuk. Sein Traum: Fußballprofi
werden. Doch dann begleitete er seinen Vater zu Springturnieren
und fand sich wie von Zauberhand selbst im Springsattel wieder: Die
Faszination steckt einfach an, und sein Ehrgeiz ist so groß, dass er
dem Papa beim Reiten zeigen wollte, dass er es auch kann, vielleicht
sogar besser. Verwunderlich ist das kaum, schon die Geburtsstadt
Warendorf sollte Christian Kukuk eine ordentliche Portion
Pferdevirus
mitgegeben haben. 1990 lag er dort in der Wiege, 2012 zog er nach
Abschluss seiner käufmännischen Ausbildung – selbst dabei schim-
mert erwähnter Ehrgeiz durch, er schloss als Jahrgangsbester des
gesamten Kreises Warendorf ab – nach Riesenbeck. Dort gehört er
seitdem als Bereiter fest zum Team von Ludger Beerbaum. (Nicht
nur) das macht ihn zu den hoffnungsvollsten Talenten des derzei-
tigen deutschen Springsports. Ein Start in Aachen gilt als sicher.
Wie er sich dabei fühlt, bespricht B
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ACHEN
-Autorin
Sabine Rieck
mit Christian Kukuk. Denn: Im Vorjahr war der CHIO-Traum für ihn
schnell vorbei, am zweiten Tag stürzte er am Wassergraben schwer.
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ACHEN
: Wie haben Sie den dreifachen Schulterbruch nach
Ihrem Sturz von
Carilot
in der Soers 2016 überstanden?
Christian Kukuk:
Den Sturz habe ich gut verarbeitet. Unheimlich
viele Menschen haben mir dabei geholfen, aber am Ende ist es natür-
lich entscheidend, wie man selbst mental mit so etwas zurecht-
kommt. Der Sturz war einfach unglücklich, weder
Carilot
noch ich
konnten etwas dafür. Nach der gefühlt ewigen Rehabilitation habe
ich mich konsequent wieder in den Sattel zurückgekämpft.
B
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ACHEN
: Mit welchem Pferd planen Sie dann einen CHIO-Start?
Kukuk:
Wenn alles gut läuft, plane ich, mit dem Schimmelhengst
Cordess
anzutreten.
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ACHEN
: Liegt dieses Pferd Ihnen besonders am Herzen?
Kukuk:
Das wäre eher
Limonchello NT
, weil ich ihn schon seit drei-
einhalb Jahren reite und wir uns von der
Youngsters
-Tour bis hin zum
Sieg im
Großen Preis von Frankfurt
hochgearbeitet haben.
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ACHEN
: Können Sie sich noch an Ihren allerersten Besuch in
Aachen erinnern? Wie war im Vergleich dazu der erste Ritt?
Kukuk:
Ich war als Kind mit meinen Eltern und meiner Schwester
schon dort, das war sogar noch, bevor es alle Tribünen gab, und wir
saßen mit einem Picknickkorb auf der Wiese und haben begeistert
jeden Ritt verfolgt. Mein erster Start in der Soers war 2014. Das
Pferd hieß
Caprys
, wir hatten im Eröffnungsspringen einen Fehler.
Will hoch hinaus: Christian Kukuk tritt nach seinem Sturz 2016 erneut an.
Foto: Stefan Lafrentz