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A

ACHEN

CHIO 2017

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ZUSATZNUTZEN STATT -KOSTEN

Das Fahren (Vierspänner) nimmt beim CHIO Aachen eine

gewisse Sonderstellung ein, da Besucher einzig für diese Diszi-

plin keine Tickets bekommen – weil sie keine brauchen. Die

Nutzung der Steh- und Sitzplätze im Fahrstadion, das sich

hinter der Mercedes-Benz-Tribüne des Hauptstadions befindet,

ist in gültigen Tickets für Springen, Dressur oder Vielseitigkeit

inbegriffen. Los gehen die Wettbewerbe am Mittwoch, 19. Juli,

um 13 Uhr mit einer Dressurprüfung. Zu den Höhepunkten der

Woche gehört die Marathonfahrt am Samstag, 22. Juli, die

wiederum nicht im Fahrstadion, sondern auf der Gelände-

strecke in der Soers ausgetragen wird und jedem offensteht;

mehr dazu auf S. 40/41.

www.chioaachen.de/de/programm/vierspaenner

Der 56-Jährige hat als einer der wenigen Sportler seiner Disziplin

das Glück, sich voll auf

seinen

Sport konzentrieren zu können. Die

Familie ist vermögend, und so lässt sich der Pensionsstall verbunden

mit vielen weiteren Angeboten für Pferdefreunde führen, ohne dass

der Gespannfahrer einen weiteren Job haben muss. „Solche Mög-

lichkeiten haben ansonsten nur noch Boyd Exell und Theo Timmer-

mann“, weiß der deutsche Bundestrainer Karl-Heinz Geiger.

Durchwachsen gestartet

Heißt im Umkehrschluss: Sämtliche deutschen Fahrer müssen

sich

teilen

, weil sie entweder nicht über die Sponsoren des Aus-

nahmesportlers Exell verfügen oder über das entsprechende eigene

Portemonnaie eines Chardon oder Timmermann. Geiger sieht die

Niederländer so als größte Konkurrenz auf den Sieg in Aachen. Den

Nationenpreis konnte schließlich noch kein Team so oft ins eigene

Land

fahren

wie die Oranje-Jungs – 14 Mal! Im Einzel fahre der bei

Eindhoven lebende Australier Boyd Exell „fast in einer anderen Liga“.

Genau wie das Gros der Deutschen ist Chardon durchwachsen in

die Saison gestartet, hatte keine optimalen Ergebnisse. Auch einen

Pferdewechsel muss er verkraften. Hinter seinem vielleicht zwölften

Einzelsieg in Aachen steht daher noch ein großes Fragezeichen. Da

geht es ihm nicht besser als Georg von Stein. Rainer Duen hat eines

seiner hinten laufenden Pferde nicht fit, Christoph Sandmann ist aus

gesundheitlichen Gründen noch nicht eingestiegen. Nur Mareike

Harm hat sich gerade in der Dressur ausgezeichnet, ist eine Kandi-

datin für den CHIO. Als bester Deutscher hat Michael Brauchle beim

ersten internationalen Turnier gut abgeschnitten. Es ist spannend in

der Disziplin Gespannfahren beim CHIO!

ust

SPORT

Foto: medien.aachen.de/A. Steindl